Die Zeit
Zeit ist relativ - und zwar zur Blendenöffnung. In Kombination mit der Blende wird die Belichtungszeit eingestellt.
Will ich die Belichtungszeit verkürzen, muss ich Blende entsprechend öffnen. Wenn die Belichtungsmessung z. B. eine Zeit/Blenden-Kombination von 1/60 sec und Blende 8 ergibt, kann ich alternativ auch mit der (annähernd) doppelt so schnellen Zeit 1/125 sec und der Blende 5.6 belichten. Das Ergebnis in bezug auf die Belichtung ist gleich. Jedoch kann sich die Bildaussage durch unterschiedliche Belichtungszeiten dramatisch ändern.
FOTO: fließendes Gewässer
Vorsicht ist geboten beim Fotografieren mit Tele-Objektiven ohne Stativ. Hier ist die Verwacklungsgefahr höher, als mit Normal- oder Weitwinkel-Objektiven. Als Faustregel gilt:
Verwendete Objektivbrennweite in Millimeter als Nenner der Belichtungszeit einsetzen. Also bei einem 200 mm Objektiv mindestens mit 1/200 sec oder kürzer fotografieren. Ansonsten sollte man ein Stativ verwenden, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden.
Lange Belichtungszeiten - etwa ab 1/30 oder 1/15 sec (je nach Kameratyp) - erfordern in jedem Fall ein Stativ. Natürlich hat jeder Fotograf eine Sammlung erstaunlich scharfer Aufnahmen, die mit solchen und längeren Zeiten aufgenommen wurden, aber die Gefahr des Verwackelns lässt sich eben nicht ausschließen.
Der Geschwindigkeitsrekord aktueller Kameras liegt bei 1/12000sec. |