Brennweite
Ein Objektiv bündelt eintreffende Lichtstrahlen. Als Brennweite versteht man den Abstand, in dem sich parallel eintreffende Lichtstrahlen in einem einzigen Punkt treffen. Aus fotografischer Sicht wird die Brennweite als Synonym für den Bildwinkel verwendet. Eine kleine Brennweite bedeutet einen großen Bildwinkel.

Lichtstrahlen werden von der Linse bzw. den Linsen des Objektivs gebündelt. Dadurch treffen sich parallel einfallende Lichtstrahlen in einem einzigen Punkt, dem sogenannten Brennpunkt. Der Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Linse (Bildknotenpunkt) und ihrem Brennpunkt bezeichnet man als Brennweite des Objektivs.
Aus diesen Werten resultiert der Bildwinkel, also der Winkelbereich links und rechts der optischen Achse. Eine kurze Brennweite ermöglicht einen großen Bildwinkel und damit einen Weitwinkeleffekt. Der Abbildungsmaßstab von Weitwinkelobjektiven ist gering.
Eine lange Brennweite hingegen reduziert den Bildwinkel und bewirkt dadurch den Teleeffekt, der den Bildausschnitt verkleinert und das Motiv "heranholt". Bei Teleobjektiven ist der Abbildungsmaßstab groß.
Vergleich der Normalbrennweiten verschiedener Filmformate. Die Normalbrennweite leitet sich ab aus der Diagonalen des Filmformats.
| Filmformat |
24 x 36 mm |
6 x 6 cm |
4 x 5 inch |
| Länge Bilddiagonale |
43 mm |
85 mm |
130 mm |
| Normalbrennweite |
45-50 mm |
ca. 80 mm |
150-210 mm |
| Aufnahmewinkel |
ca. 43 ° |
ca. 43 ° |
ca. 43 ° |
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