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Die Blende



Die Arbeit mit der Blende gehört zu den grundlegenden Gestaltungsmitteln der Fotografie. Sie ist Teil des Objektivs und bestimmt durch ihren Öffnungsdurchmesser (in Kombination mit der Belichtungszeit) die Lichtmenge, die zur Belichtung beiträgt. Schließe ich die Blende um eine Stufe, verringert sich die Lichtmenge, die durch das Objektiv einfällt, exakt um die Hälfte. Dementsprechend verdoppelt sich die Lichtmenge, wenn ich die Blende um eine Stufe öffne.

Die verschiedenen Blendenstufen sind mit Zahlen gekennzeichnet. Diese Zahlen entsprechen dem mathematischen Verhältnis von Brennweite zu maximaler Blendenöffnung. Bei 100 mm Brennweite und einer maximalen Blendenöffnung von 50 mm ergibt sich die 2 als Blendenzahl. Daraus folgen verschiedene Abhängigkeiten:

Die Zahlen, die die vollen Blendenstufen kennzeichnen sind

1, 1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22, 32, ...


Je größer die Blendenöffnung, desto kleiner die Blendenzahl.

Bei einem Objektiv mit 100 mm Brennweite und der Lichtstärke 2 (=größtmögliche Blende) ist die Öffnung 50 mm und damit größer als bei einem Objektiv mit 70 mm Brennweite und gleicher Lichtstärke: 100mm:2=50mm

70mm:2=35mm.

Langbrennweitige Tele-Objektive erfordern bei einer bestimmten Lichtstärke eine größere Blendenöffnung und somit größere Linsen, als kurzbrennweitige Weitwinkel-Objektive. Deshalb sind lichtstarke Tele-Objektive aufwendig und teuer in der Herstellung.

Die bei einer Belichtungsmessung ermittelte Blenden/Zeit-Kombination ist unabhängig von der verwendeten Objektivbrennweite. Zwar verfügt ein Tele-Objektiv über eine vergleichsweise größere Blendenöffnung als ein Weitwinkel-Objektiv, durch die brennweitenbedingte längere Bauweise des Objektivs wird jedoch genauso viel Licht „geschluckt“, wie durch die weitere Blendenöffnung „gewonnen“ wurde.